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LOKALMELDUNGEN - PEGNITZ UND UMLAND  

Wasserwacht-Denkmal geschändet

Erinnerungstafel ist verschwunden - Scheune mutwillig demoliert
 Wasserwacht-Denkmal geschändet
Foto: Volz
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PEGNITZ (vz) - Empörung bei der Wasserwacht Pegnitz: Unbekannte haben das «Denkmal» geschändet, das die Wasserwacht in «ihrem» Hainbronner Naturschutzgebiet anlässlich des 25-jährigen Jubiläums errichtet hat.

Dort steht eine Eiche, gezogen aus sauerländischem Samen, dort war eine Bank und eine Gedenktafel aus Bronze an einem Findling. Tafel und Bank sind weg.

Margit Meister aus Hainbronn entdeckte den Frevel, als sie wieder einmal mit ihrem Jagdhund «Blanka» das Jagdgebiet ihres Mannes durchstreifte. Sie war mehr als «sauer», zumal sie auch entdeckte, dass die dortige Scheune erhebliche Beschädigungen aufweist.

Ein Wanderschäfer, der im Auftrag des Landkreises mit seinen Schafen das Gelände vor der Verbuschung schützt, nutzt die Scheune als Quartier für seine Tiere. Alle Fenster sind zerschlagen, Verkleidungen wurden herausgerissen, das Dach ist beschädigt, es regnet herein. Im Inneren liegen Matratzenreste und viel Kleidung. Außerdem waren Sprayer am Werk.

Wolfgang Brütting, Vorsitzender der Waserwacht Pegnitz, von den NN informiert, machte deutlich, dass man die Polizei verständigen werde, auch wenn die Täter vermutlich kaum ermittelt werden können. Bademeister Bernd Wiesner ist mehr als verärgert, weil er die Eiche am «Wasserwachtdenkmal» selbst großgezogen und dort zum Jubiläum eingesetzt hat.

Nach der Geburt seiner Tochter Kerstin, heute als Polizistin tätig, hat er aus dem Sauerland Eichensamen mit nach Pegnitz gebracht. Der ging auf und zum Jubiläum stellte er den kleinen Baum zur Verfügung, der heute die respektable Größe von rund vier Metern erreicht hat und genau so alt ist wie Kerstin.

Nicht nur einmal hat die Wasserwacht an dieser «Gedenkstätte» bei Wanderungen Brotzeit gemacht. Bernd Wiesner erinnert sich auch daran, dass man den Findling mit Hilfe von Hermann Held per Traktor an seinen Platz gebracht hat. «Das war Schwerstarbeit für alle.»

Ex-Vorsitzender Hans Brandl erinnerte daran, dass das Gebiet am «Rothen Graben» das Gebiet war, das die Wasserwacht mit Hilfe der Stadt Pegnitz zu «ihrem Naturschutzgebiet» erklärt hat. Damals habe Naturschutzbeauftragter Heinz Höfer Erfolg mit seinem Versuch gehabt, gefährdete Orchideen am Hainberg in Hainbronn zu verpflanzen.

Dies gelang deshalb, weil Höfer nicht nur Kräfte der Wasserwacht hatte, die intensiv mitgeholfen haben, sondern auch deshalb, weil Bauern seinem Wunsch gefolgt sind, anliegende Wiesen nicht mehr zu düngen. Die Orchideen haben überlebt.

Auch eine zweite Initiative von Heinz Höfer fand im «Wasserwacht-Naturschutzugebiet» ein Echo. Er kaufte sich Puppen von Schmetterlingen, brachte sie zur «Flügge» und setzte sie in Hainbronn aus. Seither sind in Hainbronn Schmetterlingsfalter und andere Tiere wieder Dauergast. Auch die Population der Feldhasen ist größer geworden, denn vor allem Neuhofer Landwirte folgten seinem Wunsch, nicht «das letzte Eck Wiese noch abzumähen». Dafür war Heinz Höfer besonders dankbar.

Anzeige bei Polizei

Die Entrüstung über den Frevel ist groß, die führenden Wasserwachtmitglieder sind sauer, die Mitglieder nach der Information durch die Nordbayerischen Nachrichten sicherlich ebenfalls, doch Kreisvorsitzender Adolf Dachs aus Bayreuth brachte es auf den Punkt: «Die Täter werden wohl niemals ermittelt werden.»

Er befürwortet jedoch, dass man die Polizei einschaltet. Der Meinung ist auch Bürgermeister Manfred Thümmler, der sich in seinen Äußerungen zurückhält, aber der Polizei eine Chance einräumt, sofern sie eingeschaltet wird.

Bernd Wiesner kann sich nicht vorstellen, dass die über Mitglied Hans Müller bei KSB gefertigte Erinnerungstafel als «Alteisen» verkauft worden ist, denn sie ist eine Erinnerung, ist ein kleines Kunstwerk der KSB-Lehrlinge. «Ich suche die umliegenden Gebüsche ab.» Er vermutet, dass die Tafel mutwillig abmontiert und irgendwo ins Gebüsch geworfen wurde.
4.2.2008
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