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LOKALMELDUNGEN - PEGNITZ UND UMLAND  

Kein Türöffner im Norden

Karl Lothes zu den Gründen für seine Wahlniederlage
 Kein Türöffner im Norden
Foto: Lenk
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PEGNITZ - Der «Charly» ist einfach für die Menschen da, lobte Anne Amberg bei der SPD-Wahlparty im «Schlapp’n». «Er ist ehrlich, kontinuierlich, kein Spruchbeutel.» Darum wählte sie ihn, wie viele aus dem Süden. Karl Lothes machte auch bei der Diskussion in Creußen die beste Figur gegenüber Hermann Hübner und Peter Meyer. Aber es reichte nicht, um Landrat zu werden.

Woran liegt es, dass Sie nicht in die Stichwahl kamen?

Karl Lothes: Das große Problem ist, dass wir in Pegnitz nicht gleichzeitig die Bürgermeisterwahl hatten. Dadurch kam es zu dieser geringen Wahlbeteiligung. Ein Drittel mehr Wähler hier und ich hätte Hermann Hübner unter die 50 Prozent gedrängt. Ich habe ja den Süden klar beherrscht. Bei einer Stichwahl hätte ich noch die FWG-Wähler gehabt. Dann wäre es für Hermann Hübner eng geworden. Aber es hat nicht sollen sein. So einfach ist Politik.

Gibt es noch andere Gründe für Ihre Niederlage?

Lothes: Die CSU hatte mehr Wahlkampf-Maschinerie. Außerdem bin ich im Norden weniger gelesen worden, weil die Bayreuther Zeitung alles, was im Süden passiert, auch nur in ihren südlichen Lokalteilen bringt. Ich hatte deshalb im Norden nicht so die Entfaltung, keinen Türöffner.

Sind Sie sehr frustriert?

Lothes: Nein. Ich habe trotzdem viel bewegen können, zum Beispiel für die Pegnitzer SPD. Oder für die Idee einer Landesgartenschau beim Veldensteiner Forst. Allein dadurch hat sich ja der Wahlkampf rentiert, dass unser Raum nach vorne kommt. Ich hab mich auch so gefreut, dass in Bronn jemand mitten aus der Wahlversammlung heraus gesagt hat: Dich wähle ich. Das tut gut. tk
4.3.2008
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