HAINBRONN (br) - Nicht nur der Wegebau war ein Thema bei den Jagdgenossen, sondern auch der Unmut über den Schafstall im «Roten Graben». Er ist ihnen ein Dorn im Auge.
Schriftführer Karl Lothes berichtete, dass er einst mit Unterstützung des Landkreises auf Gemeindegrund für den Koppelschäfer Strömsdörfer errichtet wurde. Aber der benutzte ihn kaum. Inzwischen dient er als Treffpunkt für fragwürdige Zusammenkünfte. Fenster, Außenverkleidung und eine Treppe sind beschädigt. Unrat und alte Kleidungsstücke liegen herum. Das Landratsamt will sich jetzt das Ganze ansehen.
Vorsitzender Karl Kürzdörfer hatte zuvor die Jagdpächter Peter Meister und Hans Seidel begrüßt. Rückblickend erzählte er, dass der geplante Wegebau an der Großen Koppe, im Langen Holz und am Häuselberg nicht ausgeführt werden konnte. Mit der Stadt wurde man einig, dass der Weg von der Steinplatte zur Kompostieranlage ausgebessert und neu geteert wird. Die Jagdgenossen beteiligen sich mit zehn Prozent an den 39 000 Euro.
Ein weiterer Weg vom Anwesen Deinzer zur Schule und Kläranlage wird, so Karl Kürzdörfer, von der Stadt instand gesetzt, wobei die Stadt die Juragruppe an den Kosten beteiligen will. Der Weg an der Großen Koppe sei grundsätzlich privat und müsse von den Jagdgenossen instand gesetzt werden.
Die Kassenlage ist laut Hans Bauer zufriedenstellend. Die beiden Prüfer Werner Vogel und Alfred Schauer bestätigten ihm eine vorbildliche Finanzverwaltung.
Zum Pachtschilling plädierte Dritter Bürgermeister Hans Böhmer wiederum für gemeinnützige Verwendung. Die Entscheidung fiel einstimmig hierfür aus.
Heuer soll der Weg von der Kleinen zur Großen Koppe geschottert werden, der Weg am Häuselberg und am Langen Holz. Zurückgeschnitten wurden zum Teil schon Hecken.
Jagdpächter Peter Meister berichtete von zu hohem Rehwildverlust. Denn zum Abschuss kamen noch fünf tote Rehe hinzu, die in Autos liefen. Insgesamt hatten 18 Rehe den Verkehrstod gefunden, knapp 60 Prozent des Planungsziels.
Als ein besonderes Problem sah er das Schwarzwild. Hierzu hatte er die Bitte an die Landwirte, die Fruchtfolge so einzustellen, dass nach Mais nicht unbedingt Getreide folgt. |