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PEGNITZ - Das Abwasserwerk der Stadt ist bestens aufgestellt. Für die aufwändig modernisierten Kläranlagen wurde die Betriebserlaubnis auf viele Jahre hinaus verlängert, und auch das im vergangenen Jahr in Betrieb genommene Blockheizwerk bringt mehr Einsparungen als erhofft.
Knapp 40 Millionen Euro betrug die Bilanzsumme des Abwasserwerks der Stadt im Jahr 2006. Dabei wurde zwar ein Verlust von 123 645 Euro eingefahren, doch konnten die Staatszuschüsse von zusammen über 530 000 Euro in vollem Umfang den Rücklagen zugeführt werden. Auch die Abschreibungen aus dem Jahr 2005 in Höhe von 1,25 Millionen Euro fließen voll in die anstehenden Investitionen, so Bürgermeister Manfred Thümmler im Stadtrat.
Laut jetzt genehmigter Jahresrechnung stiegen die Umsatzerlöse um über 100 000 Euro auf insgesamt 2,795 Millionen Euro. Hauptposten waren die Abwassergebühren mit 1,993 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten stiegen dem gegenüber leicht auf 19,8 Millionen Euro.
Stolz zeigte sich das Stadtoberhaupt, dass es gelungen sei, die Kläranlagen auf den neuesten Stand zu bringen. So reiche die wasserwirtschaftliche Erlaubnis für das Klärwerk der Stadt in Hainbronn bis zum Jahr 2017 und die für die Kläranlage des Ortsteils Bronn im Klumpertal gar bis 2026. Im Fall Trockau würden derzeit die nötigen Ergänzungen vorbereitet, allerdings müssten die Bürger dort keine Herstellungsbeiträge fürchten. Auch für Neuhof würden Verbesserungen diskutiert.
Thümmler wies im Stadtrat auch auf große Investitionen im Leitungsnetz hin. So werde derzeit als erste Maßnahme der rund 70 Jahre alte Kanal in der Friedrich-Ebert-Straße erneuert.
Freude bereitet das im Jahr 2007 in der Kläranlage Pegnitz in Betrieb genommene Blockheizwerk. Hierfür war eine jährliche Stromeinsparung von gut 30 000 Euro prognostiziert. Abzüglich des 6500 Euro teuren Wartungsvertrags und eines Mehraufwands von 4000 Euro beim Heizöl für die Wärme war rein rechnerisch eine jährliche Einsparung von rund 20 000 Euro und damit eine Amortisation der Anlage in etwa sechseinhalb Jahren versprochen worden.
35 000 Euro weniger für Strom
Tatsächlich ergab sich unter dem Strich aber eine Einsparung von 23 589 Euro, zurückzuführen vor allem auf eine um über 35 000 Euro niedrigere Stromrechnung.
Im Hinblick auf eine mögliche weitere Optimierung wird derzeit überlegt, ob es wirtschaftlich sein könnte, eine Annahmestation für Fette aus Fettabscheidern bei der Kläranlage zu errichten. Damit könnte ein noch höherer Gasanfall für die Energieerzeugung im Blockheizwerk erreicht werden.
Hohes Lob zollte Bürgermeister Manfred Thümmler im Stadtrat auch den im und für das Abwasserwerk Beschäftigten. Die Löhne und Gehälter für die im Betrieb selbst tätigen sieben tariflich Beschäftigen und einen Auszubildenden sowie den Beamten in Verwaltung summierten sich im Jahr 2006 auf 284 000 Euro, die sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung machten knapp 93 000 Euro aus.
Zum Abwasserwerk der Stadt gehören die Kläranlagen Pegnitz, Bronn, Kaltenthal, Trockau und Neuhof mit den entsprechenden Pumpwerken, Regenüberlaufbecken und dem weitläufigen Kanalnetz. Wie bisher wird auch das Abwasser der Gemeinde Schnabelwaid weiter in die Kläranlage Pegnitz eingeleitet. -rr- |