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Der VfB Forchheim galt in der Vorrunde als die Überraschungself in der Fußball-Kreisklasse 2. In seinem zweiten Trainerjahr schien Michael Rödl mit seinen Männern geradewegs in Richtung Kreisliga-Aufstieg zu steuern.
FORCHHEIM - Doch dann folgten Rückschläge, zwei Niederlagen am Stück, ehe ein 3:1-Erfolg über Adelsdorf den VfB zurück auf Rang zwei brachte. Die NN sprachen mit dem Trainer.
Herr Rödl, nach zwei Niederlagen davor hat der VfB ausgerechnet gegen ihren Heimatverein Adelsdorf zurück in die Erfolgsspur gefunden. Erleichtert?
Michael Rödl: Ein Sieg «gegen die Heimat» ist immer etwas Besonderes. Aber viel mehr freut es mich für meine Jungs. Sie haben nach den beiden Niederlagen die passende Antwort auf dem Platz gegeben und gezeigt, dass sie auch gegen ein Spitzenteam gewinnen können.
Wie viele Steine sind denn heruntergefallen?
Michael Rödl: Klar bin ich erleichtert. Du verlierst zwei Spiele in Folge und schon wird alles in Frage gestellt. Verunsicherung macht sich breit.
An den drei Tagen zwischen der Niederlage in Neuhaus und dem Sieg über Adelsdorf waren sie demnach nicht bestens gelaunt. Sauer gewesen oder einfach nur nervös?
Michael Rödl: Ich war nicht sauer. Zumindest nicht auf meine Mannschaft. Wir mussten die Ursache finden und abstellen, das haben wir getan. Da hatte sich nach 14 Spielen ohne Niederlage etwas in unsere Köpfe geschlichen, was da nichts zu suchen hatte. Darüber haben wir uns unterhalten und die Jungs haben das umgesetzt. Das spricht für die Mannschaft.
Seit geraumer Zeit steht Stefan Kudlek zwischen den Pfosten. Eigentlich hieß es doch, Thomas Lippert würde für den verletzten Frank Welz ins Tor zurückkehren.
Michael Rödl: Das ist bitter für uns. Erst bricht sich unser in der Vorrunde überragender Frank Welz im Winter bei einem Freizeitturnier die Mittelhand und dann laboriert Thomas Lippert an einer Ellenbogenverletzung. Ein Schleimbeutel ist geplatzt. Er ist soeben operiert worden, hat aber noch heftige Schmerzen. Frank musste auch noch einmal unters Messer. Ihm wurde eine Platte entfernt. Ob die zwei in dieser Saison überhaupt noch einmal spielen können, steht in den Sternen. Gegen Adelsdorf hat der Stefan Kudlek aber gezeigt, dass wir uns überhaupt keine Gedanken machen müssen. Was er gehalten hat, das war sensationell. Viele Mannschaften wären froh, einen solch starken Keeper zwischen den Pfosten zu haben.
Reicht es für den beim VfB lange herbei gesehnten Aufstieg?
Michael Rödl: Wir dürfen uns nicht unnötig unter Druck setzen. Wir haben eine sehr junge Truppe mit viel Potenzial. Es sind noch sieben Partien und wir denken von Spiel zu Spiel. Verdient hätte meine Mannschaft den Aufstieg auf alle Fälle. Interview: ANDREAS BÄR |