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SPORT - PEGNITZ UND UMLAND  

Schützen feierten ihren Jubiläumskönig

Hainbronner proklamierten zum 50. Mal den Ehrentitel - Dominik Schauer neuer Würdenträger
 Schützen feierten ihren Jubiläumskönig
Foto: Volz
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HAINBRONN (vz) - «Schützenkönig zu werden, ist immer noch eine besondere Ehre.» Mit diesem Satz machte Schützenmeisterin Margit Meister deutlich, wie hoch die Hainbronner dieses Amt einschätzen, welche Bedeutung für sie die Proklamation hat. Es gab Musik, den Ehrentanz der Majestäten und für die Besten viel Beifall.

Zunächst begrüßte Margit Meister im Saal Schmidt viele Ehrengäste, die noch amtierenden «Majestäten» Heinrich Schmitt, Sigrid und Heike Altkofer, Gauschützenmeisterin Petra Backer, den früheren Sportreferenten Erhard Macha, Ehrenschmützenmeister Gottfried Leiß und Ehrenkommandant Herbert Schauer.

Die Königsproklamation in diesem Jahr sei etwas Besonderes, denn man küre den 50. König, die 36. Schützenliesel und den 37. Jugendkönig. 46 Mitglieder hätten sich am Schießen beteiligt. Dank sagte Margit Meister den Schützendamen für das Schmücken des Saals und Edgar Hoffmann, «der uns seit Jahren musikalisch begleitet».

Sie teilte mit, dass man am 24. Mai zu den Sportfreunden nach Königsbrück fahren werde, die ihren Schießstand einweihen und dass man an der Einweihung des neuen Schützenhauses in Horlach am 7. und 8. Juni teilnehmen wird.

Müller holt Titel

Vor der offiziellen Siegerehrung gab sie bekannt, dass der Verein beim Gauschießen in Hohenstadt durch Hedwig Müller einen Titel geholt hat. Edeltraud Leiß sei Zweite, Konrad Kürzdörfer in seiner Klasse Dritter geworden. Die Mannschaft mit Klaus Laumann, Konrad Kürzdörfer und Emil Lehner habe den dritten Platz erreicht. Die entsprechenden Urkunden wurden überreicht.

Nach einem vom Verein spendierten Essen wurden die Pokal- und Scheibengewinner bekanntgegeben. Die Trophäen überreichten vor allem Schießsportleiterin Stefanie Steger und Schießsportleiter Peter Meister. Dann wurden die bisherigen Könige von Gauschützenmeisterin Petra Backer entthront und die neuen erhielten ihre Königsketten.

Die Pokalgewinner: Macha-Pokal: 1. Iris Baier, 2. Martin Scholze, Meister-Pokal: 1. Marian Berner, 2. Konrad Kürzdörfer, J. Schauer-Pokal: 1. Christoph Schötz, 2. Emil Lehner, Schmidt-Pokal: 1. Elke Zahn, 2. Christoph Schötz, Fenzel-Pokal: 1. Christoph Schötz, 2. Emil Lehner, Schauer-Ross-Pokal: 1. Wolfgang Schötz, 2. Emil Lehner, Vogel-Pokal: 1. Dominik Schauer, 2. Jürgen Schauer.

Zu den Königen und Vizekönigen fand Margit Meister jeweils persönliche Worte. Christoph Schötz ist der neue Jugendkönig. Nicht nur beim Rundenwettkampf sei er «gut drauf», sondern er habe auch auf «Blättla» eine ausgezeichnete Trefferquote und die Königswürde mit einem 82-Teiler gewonnen. Trotz seiner Jugend habe Franz Altkofer als Vize-Jugendkönig schon viele Pokale geschossen, sei auch schon Vizekönig gewesen. Doch diesmal habe es zum Titel wiederum nicht gereicht.

«Nach 24 Jahren hat es unsere Schützenliesl Sabine Schötz wieder einmal geschafft», meinte Margit Meister und 50 Jahre nach ihrem Vater. Außerdem habe sie Geburtstag. Eine doppelte Gratulation erfolgte hier. Sie holte den Erfolg mit einem 243,5-Teiler. Die Vize-Liesl ist Sigrid Altkofer. Nicht einmal zehn Jahre sei sie beim Verein und schon zweimal Erste gewesen.

Er kommt aus der eigenen Jugend, startet noch nicht lange in der Schützenklasse und ist der Jubiläumskönig 2008. So wurde der neue König Dominik Schauer vorgestellt, der nie Jugendkönig war. Sein Vize ist Werner Vogel, der schon wieder auf den Titel spekuliert hat, um mit Konrad Kürzdörfer in der Zahl der Siege irgendwann einmal gleichzuziehen, doch hat der eine acht der andere «nur» vier Titel.

«Unhygienische Wurstketten»

Margit Meister nutzte diesen Festabend, um einiges aus der Geschichte des Vereins zu erzählen. Die Hainbronner hätten schon lange vor der Diskussion über die «unhygienischen Wurstketten» diese Tradition abgeschafft und an den Vizekönig einen Pokal übergeben.

Früher sei das «Einholen des Schützenkönigs» ein Fest für das ganze Dorf gewesen. Die Bevölkerung sei gespannt gewesen, wer es wieder geworden ist und dann sei der Schützenkönig vom Dorfeingang in einer Kutsche, später im VW-Cabriolet durchs Dorf gefahren worden.

Eine Kapelle sei mit dabei gewesen, später sei der Festzug zu Fuß erfolgt. Doch seit Anfang der 80er Jahre habe man dies eingestellt, denn die Sicherheitsauflagen und die damit verbundenen Kosten seien einfach zu hoch gewesen. Damals sei noch fürs ganze Dorf zum Tanz aufgespielt worden, heutzutage seien die Schützen jedoch unter sich.
28.4.2008
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