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Harry Luck sagt, man habe ihn gewarnt. Eine Lesung in Zirndorf, ob denn das wirklich sein müsse. Die Dame, um der sich in seinem aktuellen Krimi so einiges dreht, kommt nämlich - mehr wird nicht verraten - nicht besonders gut davon. Um eine bayerische Landrätin geht es, die nicht wegen ihrer Politik, sondern wegen delikater Fotos in die Schlagzeilen gerät, die in einer Zeitschrift erschienen und recht latexhaltig sind.
Wie gesagt, man hatte Harry Luck gewarnt - sagt Harry Luck an diesem Donnerstagabend in der Bücherstube Zirndorf. Er hat sich ins Stammland der Dame gewagt, die zur literarischen Steilvorlage für seinen Krimi wurde. Im Buch hat er sich für eine Landrätin im Landkreis Starnberg entschieden; dass er eine mittelfränkische meinte, ist seit Veröffentlichung des Schmökers sattsam bekannt.
Landrätin ist Gabriele Pauli seit den jüngsten Kommunalwahlen nicht mehr, zugegen bei der Präsentation des «Lächelns der Landrätin» war sie ebenfalls nicht. Dessen ungeachtet, vernahmen die rund 40 Zuhörer - übrigens ganz überwiegend Frauen - die Schnurren und Anekdoten des deutsch-niederländischen Publizisten rund ums Buch mit Amüsement. Luck hat die Reise ins Auge des Taifuns unbeschadet überstanden.
Die Idee zum «Lächeln der Landrätin», seinen fünften Krimi, sei ihm gekommen, als Pauli in einer Pressekonferenz in Zirndorf ankündigte, sich um das Amt der CSU-Parteivorsitzenden bewerben zu wollen. Dass sie, einige Desaster später, ihre Memoiren ankündigte (aus denen nichts wurde), habe ihn, Luck, ermuntert, erst recht auf die Tube zu drücken. Das ist ihm gelungen, trotz des zeitraubenden Jobs als stellvertretender Nachrichtenchef von Focus Online. mab |