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Erlanger Beziehungen

Der Russe Wjatscheslaw Kuprijanow liest in der VHS
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Foto: oh
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Am Dienstag, 10. Juni, stellt um 19.30 Uhr der russische Autor Wjatscheslaw Kuprijanow zusammen mit seinem Erlanger Übersetzer Peter Steger im Saal der Volkshochschule seinen Erzählband «Im Geheimzentrum» vor.

Es ist gar nicht so lange her, da erschien ein Name auf der von renommierten Kritikern erstellten SWR-Bestenliste, der nur Kennern der aktuellen russischen Literatur-Szene ein Begriff ist: Wjatscheslaw Kuprijanow. Kurz zuvor war mit «Im Geheimzentrum» sein Erzählband im Erata-Verlag erschienen. Peter Steeger, Erlangens Städtpartnerschaftsbeauftragter, der Kuprijanows Buch übersetzte: «Das war schon eine Überraschung, dass die Ersteller der Liste auf das Buch aufmerksam wurden.» Schließlich sei «Im Geheimzentrum» in einem kleinen Verlag erschienen. Doch Qualität setzt sich eben gelegentlich auch im eingefahrenen Literatur-Zirkus durch - selbst wenn nicht anzunehmen ist, dass sich die ironiedurchtränkte Auseinandersetzung mit den Wunschfiguren und Schreckensbildern unserer Zeit zum Bestseller entwickeln wird.

Dafür sind Kuprijanows anti-utopischen Texte, an denen Steger vor allem das Spiel des Autors mit Motiven und Interpretationsansätzen sowie die philosophischen Diskurse schätzt, wohl zu anspruchsvoll. Aber keine Angst: «Seine Texte lesen sich wirklich sehr, sehr gut», betont Steger. Der Kontakt Stegers zu Kuprijanow, der 1939 in Nowosibirsk geboren wurde, kam bereits Ende der 80er Jahre über den ehemaligen Erlanger Kulturreferenten Wolf Peter Schnetz zustande. Seitdem übersetzt Steger regelmäßig Kuprijanows Werke. Am Dienstag wird Kuprijanow voraussichtlich seine Prosa selbst auf deutsch vortragen, für die Lyrik wird Steger zuständig sein. smö
7.6.2008
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