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SPORT - FÜRTH UND UMLAND  

Großer Sport, volle Ränge

Zwei Favoritensiege beim Beach-Cup auf der Freiheit
 Großer Sport, volle Ränge
Foto: Scherer
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Im Sog des Metropolmarathons stieß auch der Beach-Cup auf der Freiheit auf große Resonanz. Am gestrigen Finaltag spielten die Top-Teams vor einer nahezu vollen Tribüne.

FÜRTH - Stefan Fürst blickte gestern immer wieder etwas ungläubig gen Himmel. «Wir haben so ein Glück», jauchzte der Orgnisations-Chef des Beach-Cups, «das gibt‘s gar nicht.» In der Tat hatte der Wetterbericht alles prophezeit, nur keine Temperaturen für Sandspiele. Doch dann fiel - von ein paar Tropfen abgesehen - kein Regen, und ungemütlich kühl wurde es auch nicht.

Auch Rita Fünfstück und Anne Richter hatten allen Grund zur Freude. Die beiden Dresdnerinnen holten sich bei ihrer ersten Teilnahme in Fürth gleich ihren ersten Turniersieg. Sie bezwangen im Finale Karla Borger und Britta Bühe. Dafür gab es ganze 300 Euro. Dabei ist die Veranstaltung des TV 1860 immerhin ein so genanntes A-Plus-Turnier, also eines der zweithöchsten Kategorie.

Beach-Volleyballer leben - verglichen mit anderen Sportlern - bescheiden. Beispielsweise nächtigten Rita Fünfstück und Anne Richter, die normalerweise auf der erstklassigen Smart-Tour vertreten sind, genauso in der Hans-Böckler-Turnhalle wie viele andere auch.

Bei den Männern kam es ebenfalls zu dem Finale, das die Setzliste nahe legte. Die beiden Hessen Christopher Schieck und Aljoscha Grabowski, in Deutschland auf Rang 18 geführt, trafen auf die noch besser eingestuften Matthias Pompe (Rottenberg) und Jan Günther (Leipzig). So großen Volleyballsport hatte man auf der Freiheit noch selten gesehen. Vor allem Pompe und Günther droschen den Ball mit solcher Wucht übers Netz, dass man ihn zischen hören konnte.

Letztlich präsentierten sich aber Grabowski und Schieck als bessere Einheit. Nach 1:1-Sätzen entschieden sie den fälligen T-Break nach spannendem Verlauf mit 15:13 für sich. Ihre Konkurrenten waren zwischenzeitlich auf 13:13 herangekommen.

Für den Sieg kassierten Grabowski/Schieck 450 Euro und 30 Ranglistenpunkte. Ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand. Dort sind die besten 16 Teams der nationalen Rangliste startberechtigt.

KURT HEIDINGSFELDER
16.6.2008
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