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Eine fränkische Erfolgsgeschichte: Vom Ein-Mann-Betrieb im ehemaligen Schweinestall zum High-Tech-Unternehmen mit über 30 Mitarbeitern entwickelte sich die Firma «Hofmann GmbH - CNC-Fertigungstechnik» in nur 19 Jahren. Gestern führte Geschäftsführer Roland Hofmann stolz Kommunalpolitiker und Behördenvertreter durch die neue Fertigungshalle.
HAIDHOF - Mehrere Millionen Euro hat Roland Hofmann in die neue Produktionshalle außerhalb vom kleinen Ort Haidhof investiert. Von 2004 bis 2008 hat sich die Mitarbeiterzahl fast verdreifacht und von 2005 bis 2007 lag die jährliche Umsatzsteigerung bei satten 20 Prozent. «So kann man weitermachen», bilanzierte der 44-jährige Firmenchef in typisch fränkischer Tiefstapelei, aber mit zufriedenem Lächeln im Gesicht.
Die fränkische Erfolgsgeschichte hat sogar Regierungsdirektor Thomas Engel, Leiter der Abteilung Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr bei der Regierung von Oberfranken, ins kleine Haidhof bei Gräfenberg geführt. Er lobte die «bemerkenswert große Investition und den unternehmerischen Mut» von Roland Hofmann und seiner Familie. Gleichzeitig betonte er, dass die Regierung von Oberfranken und der Freistaat Bayern, den er ebenfalls vertrete, gezielt solche Investitionen im ländlichen Raum förderten. Dadurch würden neue Arbeitsplätze geschaffen und alte gesichert. Aus diesem Grunde habe der Freistaat auch die millionenschwere Investition in Haidhof mit einem stattlichen Zuschuss aus dem «Bayerischen Regionalen Wirtschaftsförderprogramm» unterstützt. Engel wünschte dem Unternehmen nun weiterhin «wirtschaftlichen Erfolg».
Auch der Gräfenberger Bürgermeister Werner Wolf würdigte den unternehmerischen Mut. Damit zeige Hofmann «Vertrauen in die Zukunft». Die Stadt Gräfenberg habe das Unternehmen bei seinen Ausbauplänen voll unterstützt, «weil wir wissen, dass die Firma hier bleiben und Arbeitsplätze schaffen wird», erläuterte Wolf.
Unternehmermut gelobt
«Die Firma passt hierher, auch wenn das Naturschützer anders sehen», verteidigte Wolf die einst umstrittene Ausweisung des Gewerbegebietes im Außenbereich. Eine gute Geschäftsidee, Unternehmermut und die Unterstützung aller beteiligten Stellen hätten zu einer lobenswerten Investition in Haidhof geführt, betonte auch Vizelandrat Georg Lang.
Beim Rundgang durch die geräumige, helle Halle erläuterte Roland Hofmann die Produktionsvorgänge. Auf modernsten, zum Teil computergesteuerten Maschinen werden Maschinenteile aus Metall für die Automobilindustrie, für die Medizin- und Elektrotechnik produziert. «Wir drehen, fräsen, bohren, schleifen», fasste Hofmann zusammen. «Wir haben alle momentan gut zu tun», freute sich der Firmenchef und blendete nochmals kurz auf die Anfänge zurück: 1989 hat der Industriemeister mit einer Kreissäge und einer Dreh- und Fräsmaschine im leerstehenden Schweinestall auf dem Anwesen seiner Eltern mitten in Haidhof angefangen. Dank der Unterstützung der ganzen Familie und motivierter Mitarbeiter ging es schnell aufwärts. Die Scheune wurde umgebaut, wenig später eine Lagerhalle gebaut. Doch alles wurde schließlich zu klein. Jetzt produzieren rund 30 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb in einem 2700 Quadratmeter großen Gebäude. Wenn das keine Erfolgsgeschichte ist.
Maria Däumler |