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Bessere Chancen durch frühe Motopädie-Förderung

Buch ,Psychomotorische Abenteuerspiele für Kindergarten, Schule und Bewegungstherapie’ in Schwabach vorgestellt
 Bessere Chancen durch frühe Motopädie-Förderung
Foto: oh
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SCHWABACH - «Psychomotorische Förderung trägt wesentlich zur Ausbildung einer stabilen, selbstbewussten, kompetenten und autonomen Persönlichkeit bei und hilft den Kindern effizienter zu lernen», sagte Dr. Andrzej Majewski in seiner Ansprache beim ersten psychomotorischen Symposium in Schwabach. Daran nahmen 80 Absolventen der heilpädagogischen Zusatzqualifikation Motopädagogik-Psychomotorik teil.

Diese Weiterbildung, eine Zusatzqualifikation für Pädagogen, Therapeuten und Psychologen, ist in Bayern als Lehrerfortbildung vom Kultusministerium anerkannt und findet seit 2004 jährlich in den Räumen der Lebenshilfe-Tagesstätte in Schwabach statt.

Von der Herkunft abhängig

Hauptrednerin war Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger. Als Schwäche Deutschlands prangerte die frühere Lehrerin an, dass hierzulande die Bildungschancen von Kindern stark von der sozialen Herkunft abhängen würden. Dies müsse sich ändern.

Breit angelegte motopädagogisch-psychomotorische Förderangebote könnten hier eine entscheidende Hilfe leisten. Vorausgesetzt, sie bilden mit Jugendeinrichtungen und Kulturinstitutionen ein Netzwerk, in das nach Möglichkeit auch die Familie einbezogen werde. Dazu benötige man auch Fachpersonal mit entsprechender Ausbildung. «Die heilpädagogische Zusatzausbildung schließt diese Lücke», so Schmitt-Bussinger.

Die Leiterin der heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe in Schwabach, Jolanta Majewska, erzählte aus ihrer fast 30-jährigen Berufserfahrung als Leiterin von verschiedenen pädagogischen und heilpädagogischen Einrichtungen. Sie betonte, wie wichtig für die optimale Entwicklung der Kinder die pädagogische Arbeit mit der Familie ist. Im Weiteren erläuterte Majewska, dass «die motopädagogisch-psychomotorische Entwicklungsförderung Kindern und Jugendlichen hilft, trotz der sozialen Ungleichheit unseres Bildungssystems sich optimal psychisch, emotional, geistig und körperlich zu entwickeln.»

Nach einer Diskussion mit den zahlreichen Teilnehmern dieses Symposiums sprach Prof. Dr. Claudia Kugelmann, Dekanin an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Kugelmann begleitet auch wissenschaftlich diese Zusatzqualifikation und ist Mitautorin des bei diesem Symposium vorgestellten Buches.

«Psychomotorische Abenteuerspiele für Kindergarten, Schule und Bewegungstherapie» heißt das Buch von Dr. Andrzej Majewski und von seiner Frau Jolanta Majewska. In diesem Buch beschreiben die beiden Pädagogen aus Schwabach, welche Möglichkeiten bestehen, durch psychomotorische Entwicklungsförderung den Kindern zu helfen. Damit sie schneller und erfolgreicher den wachsenden Erwartungen der Gesellschaft, des Kindergartens und der Schule (später auch im erwachsenen Leben) gerecht werden.

«Durch frühkindliche motopädagogisch-psychomotorische Entwicklungsangebote werden Entfaltung und Entwicklung der geistig-seelischen Werte und Anlagen eines Menschen angeregt, um ihm den Weg zu einer sozial kompetenten Persönlichkeit zu ebnen. Kinder verinnerlichen dabei Regeln, Normen und Verhalten, aber auch selbstständiges Denken, Handeln und Verantwortung zu übernehmen», so die Autoren. Sie würden entdecken, dass man mit Lust und Freude lernen könne. Dadurch wachse die Motivation und das Engagement, an sich selbst bildend weiter zu arbeiten.

«In motopädagogisch-psychomotorischen Szenarien werden Kinder und Jugendliche durch die Motopäden-Psychomotoriker auf das Erwachsenenleben optimal vorbereitet» so Prof. Dr. Kugelmann in ihrer Ansprache.

Gute Zusammenarbeit

Im Weiteren Verlauf dieses Symposiums bedankte sich der Regionalvorstand der Johanniter und der Leiter des Ausbildungsverbundes Psychomotorik-Motopädagogik, Martin Fickert, für die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe in Person des Geschäftsführers Martin Keller. Fickert skizzierte kurz den Aufbau und die Entwicklung dieser Zusatzqualifikation und lobte das hohe Niveau der Ausbildung.
1.10.2008
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