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Auch das Sterben wird teurer

Städte und Gemeinden haben die Friedhosgebühren drastisch erhöht
 Auch das Sterben wird teurer
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Bonn/Königswinter - Beerdigungen in Deutschland werden immer teurer und überfordern viele ärmere Angehörige. Im Schnitt müsse derzeit mit Gesamtkosten von etwa 6000 Euro gerechnet werden, sagte der Sprecher der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas, Alexander Helbach. Besonders drastisch seien in den vergangenen Jahren die Gebühren der Kommunen für ein Friedhofsgrab gestiegen. Seit 2005 habe es hier Steigerungen von durchschnittlich 300 Euro oder rund 30 Prozent gegeben, berichtete Aeternitas in Königswinter unter Berufung auf eine eigene Untersuchung von 830 Friedhöfen.

Die Gebühren der Kommunen und Städte für Gräber seien in den vergangenen Jahren prozentual auch stärker gestiegen als etwa die Kosten für Bestatter, Sarg oder Grabmal, erläuterte Helbach. Dies liege auch daran, dass es - anders als in der Bestattungsbranche - aufgrund der kommunalen Zuständigkeit für Friedhöfe keinen Wettbewerb gebe. Kirchliche Friedhöfe seien im Schnitt nur etwas günstiger.

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger wollen laut Aeternitas nicht mehr als 5000 Euro für eine komplette Bestattung ausgeben. Auf einzelnen Friedhöfen erwarten die Bürger jedoch mehr als 5000 Euro allein an Gebühren, ohne dass Bestatter, Trauerfeier, Grabmal und Grabpflege bezahlt wären. Die üblichen Grabgebühren für Erdreihengräber liegen bei 80 Prozent der Friedhöfe zwischen 540 und 2235 Euro. Für 80 Prozent der Erdwahlgräber fallen Grabgebühren in Höhe von 789 bis 3145 Euro an. Urnengräber liegen auf einem günstigeren Niveau.

dpa
23.10.2008 14:00 MEZ
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