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LOKALMELDUNGEN - PEGNITZ UND UMLAND  

Gelbes Straßenlicht der Umwelt zuliebe

Insgesamt 221 Lampen werden ausgewechselt - Masten-Vielfalt wie in «Cap Canaveral»
 Gelbes Straßenlicht der Umwelt zuliebe
PEGNITZ - Die «grüne» Zukunft der Stadt ist gelb. Will heißen: Um die Umwelt zu schonen, rüstet die Kommune in sieben Straßen und sieben Ortsteilen bei den Straßenlampen auf Energie sparendes Gelblicht um. Betroffen sind 221 Weißlichtleuchten. Gesamtkosten der Maßnahme laut E.on-Aufstellung rund 25400 Euro.

Betroffen von der Energiesparmaßnahme sind an der B2 im Stadtgebiet die Bayreuther Straße, Am Schloßberg, Nürnberger Straße, Pfarrer-Dr.-Vogl-Straße, Bahnhof-, Bad- und Schloßstraße. Die Tage der Weißlichtleuchten sind auch in den Ortsteilen Hainbronn, Neudorf, Buchau, Körbeldorf, Horlach, Büchenbach und Rosenhof gezählt.

Dadurch werden jährlich 36000 Kilowattstunden eingespart. Finanzielle Ersparnis: jährlich 4040 Euro. Die Maßnahme macht sich laut Bürgermeister Manfred Thümmler nach sieben Jahren bezahlt.

Eine «hervorragende Sache» ist laut Rathauschef das kommunale Förderprogramm für Fassaden. Besonders gelobt hat Thümmler dabei die gelungene Umsetzung der Maßnahme am Geschäftshaus der Bäckerei Heinrich Pflaum in der Hauptstraße 17.

Für die Häuser in der Hauptstraße 9 und 17 hat die Regierung von Oberfranken jetzt Zuschüsse in Höhe von jeweils 12000 Euro bewilligt. Kostenanteil der Stadt Pegnitz: je 4800 Euro.

Geld für die katholische Kinderkrippe «Spatzennest» bewilligte der Stadtrat. Wie das Stadtoberhaupt erläuterte, «war im letzten Jahr die evangelische Krippe dran, jetzt kommt die Katholische».

Den beiden Kirchen war durch die Stadt zugesagt worden, dass im ersten Krippenjahr (2007/2008) das Betriebskostendefizit übernommen wird, um den Start mit geringen Kinderzahlen und vergleichsweise hohen Personalkosten zu erleichtern.

Stadt trägt Defizit

Im «Spatzennest» beträgt das Betriebskostendefizit im Anfangsjahr rund 35000 Euro. Davon wurden bereits 6600 Euro vorab ausbezahlt. Jetzt wird der Rest überwiesen. Das Defizit war laut Stadt vor allem dadurch entstanden, weil eine Ersatzkraft bezahlt werden musste, nachdem eine Mitarbeiterin mehrwöchig ausgefallen war.

Stadtratsneuling Marco Neubauer verteilte in der Sitzung den schriftlichen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion. Angeregt wird der Bau eines Fuß- und Radweges vom Ortsteil Troschenreuth nach Pegnitz. Es wird vorgeschlagen, diesen entweder über die Ortsteile Stemmenreuth-Zips an den bereits bestehenden Radweg Richtung Buchau anzubinden. Oder aber einen direkten Radweg über Neuhof-Flugplatz nach Pegnitz im Rahmen der Flurbereinigung zu schaffen. Durch diese Anbindung könnte zum Beispiel auch ein Gehweg in Neuhof mit realisiert werden, so Neubauer. Für «denkbar» hält er auch einen Rundradweg mit verschiedenen Längen. Die Vorschläge sollen von der Verwaltung geprüft werden.

Drei Bauanträge wurden in der Sitzung befürwortet. Die Wüstenrot AG ändert die Werbetafel an der Geschäftsstelle in der Heinrich-Bauer-Straße. Verlängern lässt sich die Deutsche Funkturm GmbH die Baugenehmigung für einen 15 Meter hohen Funkmast an der Rastanlage Ost. Eine Verlängerung gibt es auch bei Andreas Lothes. Er plant in Buchau den Bau eines Wohnhauses mit Garage.

«Wenigstens ertragreich»

Lediglich informiert wurden die Stadträte von einer neuen, genehmigungsfreien Antenne auf dem Brigittenheim. Für Oliver Winkelmaier (SPD) schaut das Hausdach «langsam aus wie Cap Canaveral». Der Bürgermeister darauf: «Ändern können wir nichts, hier ist es wenigstens ertragreich.»

In nichtöffentlicher Sitzung wurden Gewerke für das Ganzjahresbad vergeben. Dabei handelt es sich um die Beckenabdeckung, Edelstahl- und Kinderbecken, den Hubboden und die Fördertechnik. -fh-
22.11.2008
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