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Fünf Windkraftwerke sind in der Flöß zwischen Gräfenberg und Egloffstein geplant. Einige Anwohner laufen Sturm gegen das Vorhaben. Der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Forchheim, will die Gemüter beruhigen.
FORCHHEIM (chb) - Wenn Heinrich Kattenbeck, Vorsitzender der Kreisgruppe des Bund Naturschutz in Forchheim, von den geplanten Windkraftwerken spricht, sagt er oft «die Spargel«. Diese seien zwar zugegeben «nicht schön« in der Landschaft, sind aber – wie seine Spitznamen schon zeigen – aus «ökologischer und ökonomischer Sicht der beste Weg«. Auch für den Menschen und die Natur. Daher unterstütze sein Verein auch die Windkraft, «weil sie die effizienteste aller erneuerbaren Energien« sei.
«Atomstrom ist nicht mehr zeitgemäß«, findet auch der Geschäftsführer des BN in Forchheim, Friedrich Oehme. «Der Bund Naturschutz versteht natürlich die Ängste und Leiden der Bürger in Egloffstein, denn diese 139 Meter hohen Windräder sind natürlich ein Einschnitt in der Landschaft und somit der Heimat der Menschen.« Weil der Luftkurort Egloffstein Jahr für Jahr viele Touristen anlockt, fürchten viele Unternehmer und Bürger des Kreises jetzt um ihre Existenz. Deswegen hat sich Kattenbeck schon mit Egloffsteins Bürgermeister Stefan Förtsch ausgetauscht. «Wenn ein Tourist beim Rasieren weiß, der Strom kommt direkt von da oben«, so Kattenbeck, «dann akzeptiert er nicht nur die Windräder, dann findet er sie sogar toll.« Außerdem könne man die ja bunt anmalen, dann seien sie nicht so trist.
«Wir wollen erst einmal die Emotionen aus der Diskussion herausbringen«, so der Vorsitzende weiter. Dann können alle auf einer «sachlichen Ebene« über die möglichen Standorte diskutieren. Denn noch steht lediglich eine Sichtbarkeitsanalyse fest, in der festzustellen wäre, welche Orte überhaupt für die fünf «Spargel« in Frage kämen. «Außerdem spielen noch die Vogelfluglinien, die Jagdräume der Großvögel und der Abstand zu den Wohngebieten in die Entscheidungen hinein«, sagt Oehme.
Wichtig sei aus Sicht des Bund Naturschutz aber auch, dass «das Floriansprinzip abgelegt wird. Also: Windkraft auf jeden Fall, aber nicht ausgerechnet am Nachbarhügel.« Daher will der BN möglichst die Bürger mit den Entscheidungsträgern an einen Tisch bekommen, um den Standort zu besprechen.
Wann und vor allem wo die Windräder tatsächlich gebaut werden, ist noch nicht abzusehen. |