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Erlanger Schulsanierungen bleiben im geplanten Takt

2009 wird an vier Schulen begonnen und an zweien weitergearbeitet
 Erlanger Schulsanierungen bleiben im geplanten Takt
Schule Erlangen
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ERLANGEN - Das 2007 begonnene Schulsanierungsprogramm der Stadt Erlangen, das mit einem Gesamtumfang von fast 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2015 als sehr ambitioniert gelten darf, wird trotz der sich abzeichnenden Finanzkrise nicht ins Stocken geraten.

Als verbindlich gilt nach dem letzten Ringen im Stadtrat, dass die Sanierung des Christian-Ernst-Gymnasiums tatsächlich in diesem Jahr begonnen wird - angesichts eines finanziellen Aufwandes von über sechs Millionen Euro in den Jahren 2009 und 2010 war zwischenzeitlich erwogen worden, das Programm zeitlich zu schieben und einen dicken Batzen erst 2011 abzuarbeiten.

Da dies von der Stadtratsmehrheit aber nicht gewünscht wird, wird es beim geplanten Ablauf bleiben. Dies wird der Schule erhebliche organisatorische Anstrengungen abverlangen, müssen doch über zehn Klassen ganz ausgelagert werden, für weitere acht Klassen sollen Container auf dem Sportplatz aufgestellt werden, sechs Klassen müssen vorübergehend in die Rückertschule am Ohm-Platz umziehen.

Rasche Arbeiten gefordert

Schon angesichts dieser Umstände wünschen die Bildungsfachleuten im Stadtrat eine schnelle Abwicklung der Sanierungsarbeiten, «ein solches Tohuwabohu muss nicht auch noch in die Länge gezogen werden», stellt die CSU-Stadträtin Heidi Graichen klar.

Nicht begeistert sind ökologisch orientierte Stadträte davon, dass aus Kostengründen nun die Schulsanierungen bei der Verbesserung der energetischen Situation hinter den baulichen Möglichkeiten zurückbleiben müssen.

So wird bei der Sanierung des Christian- Ernst-Gymnasiums auf die Dämmung der Außenwände verzichtet - was zwar die Schulden mindere, wie der Grüne Helmut Wening bereits moniert hat, «nicht aber die Schuld, dass spätere Stadträte dies Versäumnis ausbaden müssen».

Keine massiven und teuren Eingriffe notwendig

Der Chef des städtischen Gebäudemanagements, Wolfgang Kirschner, will sich aber seine Anstrengungen um energetische Verbesserungen nicht kleinreden lassen und verweist darauf, dass allein rund 20 Prozent der Gesamtsumme des Sanierungsprogramms für solche Maßnahmen bereit gestellt würden, mit denen langfristig Energie und damit auch Geld gespart werde.

Oftmals sei ein solcher Effekt auch ohne massive und teure Eingriffe in die Gebäudestruktur zu erreichen, allein durch neue Heizungen und durch moderne Steuerungen könnten große Summen eingespart und die Umwelt geschont werden.

Neben dem Christian-Ernst-Gymnasium sieht das Schulsanierungsprogramm für das Jahr 2009 auch den Beginn der Sanierungsarbeiten am kaufmännischen Trakt der Berufsschule vor (der Werkstättentrakt soll ab dem Jahr 2012 saniert werden), ebenso den Beginn der Arbeiten an der Hermann-Hedenus-Grundschule. Zusammen mit der Hauptschule werden diese Sanierungsmaßnahmen bis ins Jahr 2014 reichen und fast fünf Millionen Euro kosten.

Erlangens andere Gymnasien werden erst nach dem Jahr 2010 folgen. Deren Sanierungen sind nicht minder aufwändig - allein am Ohm-Gymnasium werden die Sanierungsarbeiten (mit der Sporthalle) auf fast 7,8 Millionen Euro taxiert.

Und das Albert-Schweitzer-Gymnasium (Sanierungsbeginn 2011) soll innerhalb von vier Jahren fast neun Millionen Euro verschlingen.

pm
3.1.2009 14:26 MEZ
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