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Ungewöhnlicher Einsatz: Vier Mann einer Spezialfirma haben in der Kläranlage Pegnitz im Faulturm für einen freien Abfluss gesorgt.
PEGNITZ/HAINRONN - «Zwei Grundleitungen waren mit Sand und Verzopfungen verstopft», so der Chef der bei Hainbronn liegenden Kläranlage, Michael Keber, gegenüber den Nordbayerischen Nachrichten. Die Fachleute mussten im Taucheranzug in den Schlamm tauchen, um den Inhalt der verstopften Rohre (15 Zentimeter Durchmesser) abzusaugen.
Sämtlicher anfallender Schlamm kommt in einen Faulturm. Dort leben Mikroorganismen, die ohne Sauerstoff auskommen. Sie «fressen» den Schlamm und stellen Methan (ein brennbares Gas) her. So wird die Menge des Schlammes kleiner und man gewinnt einen Brennstoff für den Betrieb der Kläranlage.
Zehn Tage waren die Spezialisten beschäftigt. Seit einer Woche läuft alles wieder normal, sagt Michael Keber. Bürgermeister Manfred Thümmler informierte im Stadtrat über die nicht alltägliche Aktion.
Dort teilte er auch mit, dass die Umbauarbeiten im Freibad Pegnitz wegen Frost und Schnee eingestellt werden mussten. «Auf der Baustelle herrscht Ruhe.» Bei der Ausschreibung für den Umbau zum Ganzjahresbad liege man im Kostenrahmen.
Dagegen gehe es in Sachen Bahnunterführung weiter im Schneckentempo voran. Es habe wieder einen Schriftwechsel gegeben, so der Bürgermeister, wenigsten ein Termin Mitte März sei dabei herausgekommen.
Thümmler berichtete dem Stadtrat, dass CSU-Bundestagsabgeordneter Hartmut Koschyk sich für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Pegnitz-Nürnberg eingesetzt habe.
Dies rief umgehend Stadtrat Oliver Winkelmaier auf den Plan, der mit Nachdruck darauf hinwies, dass sich auch die beiden Abgeordneten Anette Kramme von der SPD und Horst Friedrich von der FDP für die Elektrifizierung stark gemacht haben. Er mahnte, alle Abgeordneten einzubinden und die Kräfte zu bündeln. Das müsse auch von Erfolg gekrönt sein, erwiderte Thümmler. Winkelmaier belächelte diese «Spitze». -hjs- |