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Stadt holt sich die Sonnenenergie vom Dach

Nach den Schulen nun auch Ämtergebäude mit Photovoltaik - Stadtteilhaus bekommt Passivhausstandard
 Stadt holt sich die Sonnenenergie vom Dach
Foto: Bernd Böhner
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Der Erlanger Stadtrat hat nicht nur den Einstieg in die Förderung der Solarthermie beschlossen, auch die Verwaltung nutzt mittlerweile jede Möglichkeit zur energetischen Sanierung des Gebäudebestands und achtet darauf, dass bei Neubauten gesetzliche Standards nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden.

ERLANGEN - Es ist vor allem das Amt für Gebäudemanagement der Stadt, das akribisch darüber wacht, dass bei Sanierungsmaßnahmen wie bei Neubauten auf die Energiebilanz geschaut wird, dass Gebäudedämmung und Heizungsanlagen optimiert werden, Strom gespart wird und neue Technik Einzug hält, wenn damit die Energiebilanz eines Gebäudes verbessert und damit auch langfristig der städtische Haushalt entlastet werden kann.

Haustechnik verbessert

Demonstriert werden soll dies an einem städtischen Amtsgebäude, das dem Leiter des Amts für Gebäudemanagement. Wolfgang Kirschner, besonders nahe liegt, residiert er doch selbst in diesem: dem Haus Schuhstraße 40, der früheren Polizeiinspektion Erlangen-Stadt. Das Haus, in dem bereits in die Haustechnik und die Sanierung investiert worden ist, benötigt nun ein neues Dach, nachdem es undicht geworden und eine Reparatur nicht mehr möglich ist.

Die Neubedachung der rund 500 qm soll mit einer Grünfläche erfolgen, ein «lebendes Dach», das ökologisch wertvoll ist und wartungsfreundlich zugleich. Zudem sollen 40 qm Photovoltaik-Module die Energiebilanz des Hauses stark verbessern. Die Kosten von rund 190 000 Euro bleiben angesichts der Folgen sehr überschaubar.

Zu den Projekten, die einen fortschrittlichen Standard bekommen, gehört auch das neuen Stadtteilhaus im Röthelheimpark, das das Amt als Passivhaus bauen lassen möchte. Die zusätzlichen Kosten von 400 000 Euro, die durch den erhöhten Bauaufwand entstehen und das Gebäude auf über drei Millionen Euro verteuern, sollen durch die Aufnahme des Projekts in das Konjunkturpaket der Bundesregierung kompensiert werden.

Peter Millian
7.3.2009
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