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Wassertrüdingen: Riesen-Christus im Rat abgelehnt

CSU-Fraktion erreichte im Kommunalparlament 17:4-Votum
 Wassertrüdingen: Riesen-Christus im Rat abgelehnt
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WASSERTRÜDINGEN - Der Stadtrat von Wassertrüdingen hat mit großer Mehrheit das Projekt einer riesigen Christus-Statue abgelehnt.

Das negative Votum zu dem umstrittenen Vorhaben kam auf Antrag der CSU-Fraktion im Wassertrüdinger Stadtrat zustande. Die Ratsmitglieder stimmten 17:4 gegen den gigantischen Christus.

Mitte Februar war zunächst vom Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung mit 19 zu 1 Stimmen beschlossen worden, für das Projekt das Bauleitplanverfahren einzuleiten. Demnach sollte die mit 55 Metern Höhe weltweit größte Christus-Statue auf einer kleinen Anhöhe am Ortsrand von Wassertrüdingen errichtet werden. Für das Monument und ein Pilgerhotel mit 185 Zimmern will der Hamburger Unternehmer Harry Vossberg an der Spitze einer Investorengruppe zwischen 20 und 35 Millionen Euro aufbringen.

Aufschwung erwartet

Die 6000-Einwohner-Kommune erhoffte sich von dem Projekt eine Belebung der Altstadt und einen wirtschaftlichen Aufschwung in der strukturschwachen Region am Hesselberg. Sogar eine Wiederbelebung der Bahnlinie von Nördlingen über Wassertrüdingen nach Gunzenhausen war ins Gespräch gebracht worden.
Ursprünglich wollten Projektbetreiber Vossberg und der Künstler Ludwig Valentin Angerer die kolossale Statue auf dem Berg Predigtstuhl bei Bad Reichenhall errichten. Dort aber scheiterte das Projekt im Sommer 2008 am Widerstand der Kirchen und der Kommunalpolitik.


wdn/hma
9.3.2009 19:35 MEZ
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