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Die Renaissance der Dauerkarten im BibertBad

Ab Montag kann man die Zirndorfer Wasserlandschaft wieder zu preiswerten Jahres– und Saisontarifen nutzen
 Die Renaissance der Dauerkarten im BibertBad
Foto: Thomas Scherer
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ZIRNDORF - Vielschwimmer können aufatmen: Ab Montag gibt es sie wieder - die im November 2006 abgeschaffte Dauerkarten im Zirndorfer BibertBad.

Die Stadt kommt damit vielfachen Wünschen der Badegäste entgegen und hofft im stärkeren Konkurrenzkampf der regionalen Bäder zusätzliche Besucher gewinnen zu können. Bereits zum Jahresanfang hat die Kommune – wie berichtet – das defizitäre Bad den Stadtwerken abgenommen, die 14 Jahre lang Regie an der Neptunstraße geführt hatten.

Bis 15. September werden die neuen Dauerkarten zum Einführungspreis angeboten. Die Jahreskarte für Hallen- und Freibad kostet 219 Euro (ermäßigt 135 Euro). Sie berechtigt einmal täglich zum eineinhalbstündigem Badevergnügen. Wer drei Stunden bleiben möchte, zahlt 299 Euro (ermäßigt 215 Euro).

Eine Saisonkarte für das Freibad - es öffnet aller Voraussicht nach bereits am 1. Mai - wird ohne Zeitbegrenzung für 125 Euro (ermäßigt 95 Euro) angeboten. Auch hier ist jedoch nur ein Besuch pro Tag abgedeckt. Ermäßigte Karten gibt es für Kinder und Jugendliche neuerdings sogar bis 18 Jahre, außerdem für Senioren und Schwerbehinderte, Schüler, Studenten, Wehr- und Ersatzdienstleistende, Bezieher von Alg II und Grundsicherung, sowie für Bürger mit der Zirndorf-Karte.

Schüler können zudem heuer erstmals eine Saisonkarte nur für die Zeit der Sommerferien erwerben, Kostenpunkt: 25 Euro. Das ist Zirndorfs Antwort auf den andernorts angebotenen Ferienpass. Gezahlt werden kann an der Hallenbadkasse neuerdings auch bargeldlos mit Kreditkarten.

Sparen kann ebenfalls, wer weniger häufig ins Bad geht. So wird die Zehnerkarte weiterhin mit einem Bonus von einem Badbesuch verkauft. Auf die 100 Euro-Geldwertkarte gibt es außerdem 20 Prozent Rabatt für alle Einzelkarten (auch Sauna). Die 20er-Karte wird allerdings ebenso gestrichen wie die 200 Euro-Geldwertkarte. Bei der Sauna fällt der Dreistundentarif weg. Vier Stunden kosten nun zehn Euro, im Frühtarif (werktags Einlass bis zwölf Uhr) neun Euro. Fünf Saunastunden gibt es für zwölf Euro - Badbenutzung inklusive.

Bei Zeitüberschreitung wird wie bisher pro angefangene halbe Stunde ein Euro (ermäßigt 50 Cent) Aufschlag fällig. Die neuen Dauerkarten sind mit Transpondern versehen und haben wie die bisherigen Geldwertkarten Scheckkartenformat.

Den bisherigen Tarifdschungel zu entflechten war Bürgermeister Thomas Zwingel (SPD) ein zentrales Anliegen bei der neuen Preisgestaltung. Außerdem wollte man gerade den treuesten Besuchern entgegenkommen. Ob sich die neue Tarifstruktur bezahlt macht, vermag Zwingel noch nicht zu sagen. Er hegt allerdings die Hoffnung, dass damit neue Anreize für zusätzliche Besucherkreise geschaffen werden.

Bäderleiter Jürgen Schlegl sieht in der Rückkehr zur Dauerkarte auch eine Antwort auf die vielfach verschlechterten Einkommensverhältnisse der Besucher. Vor allem Senioren mit schmalen Geldbeuteln konnten sich seit 2007 nicht mehr so häufig Bewegung im Bad gönnen. Boden gutmachen will man im BibertBad zudem mit Familienfreundlichkeit. Die Zirndorfer Familienkarte kommt auch Alleinerziehenden entgegen. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Konkurrenz schläft freilich nicht: Auch Horst Kiesel, Betreiber des Fürthermare, will für die Mitte Mai beginnende Freibadsaison wieder eine Dauerkarte anbieten.

Volker Dittmar
3.4.2009
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