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Keine Chance für Miesepeter

Claudia Korecks fröhlicher Auftritt im Nürnberger «Hirsch«
 Keine Chance für Miesepeter
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NÜRNBERG - Bayerische Charme-Offensive im vollbesetzten Nürnberger Musikclub «Hirsch«: Sängerin Claudia Koreck begeisterte ihre Fans mit ihrem «Barfuaß um die Welt«-Programm.

Wenn hunderte fränkische Kehlen lauthals auf Bayerisch singen, dann will das etwas heißen. Claudia Koreck, die frische junge Frau aus Traunstein, die seit ihrem Überraschungs-Hit «Fliang« so richtig durchstartet und für Bayern bei Stefan Raabs «Bundesvision Song Contest« antrat, macht’s möglich.

Mit einem fröhlichen «Griaß Eich« hüpft sie leicht überdreht auf die Bühne. Koreck wirkt mit ihrer guten Laune ungemein ansteckend, fast eine Spur zu hyperaktiv - wie ein kleines aufgeregtes Mädel, das es immer noch nicht fassen kann, dass wegen ihrer Musik so viele Menschen zusammenkommen.

Lärm in der Großstadt thematisiert

Ihre Dialekt-Lieder («Liadln«) dagegen haben kaum etwas Jungmädchenhaftes, klingen im Gegenteil manchmal reifer, als man es von einer 22-Jährigen erwarten würde. In «Melodie in meinem Kopf« geht es etwa um den Lärm der Großstadt, den sie in München schon stressig fand und der in Tokio einfach nur «krass« war.

Dort hatte sie auf ihrer Weltreise Station gemacht, die sie unter anderem auch in die USA und nach Südafrika führte. Bluesig und soulig ist die neue Platte geworden, deren satten Sound die Band, bestehend aus «meinen drei Jungs« an Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard, Glockenspiel und vielem mehr, live mühelos reproduziert. Über allem schwebt Korecks klare, wunderschöne Stimme.

Im Plauderton

Überflüssig wirkt allein der Hinweis, dass Koreck all ihre Lieder selbst verfasst, samt Aufforderung zum Extra-Applaus. Darauf wäre bei den vielen Entstehungsgeschichten und Anekdoten, die Koreck im Plauderton erzählt, selbst der ahnungsloseste Zuhörer gekommen (wenngleich der eine oder andere im Publikum von Korecks breitem Bayerisch nur Versatzstücke kapiert).

Dass sie’s kann, das Songschreiben, bedarf nun wirklich keines Beweises mehr.

Aktuelle CD: Claudia Koreck, «Barfuaß um die Welt« (Ariola)

Susanne Helmer
10.4.2009
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